Der Magen-Meridian gehört zu den zwölf Hauptleitbahnen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und wird dem Erdelement zugeordnet. Er bildet ein energetisches Paar mit dem Milz-Meridian. In der TCM wird der Magen mit Verdauung, Nahrungsaufnahme und der Umwandlung von Nahrung in Qi in Verbindung gebracht.
Verlauf des Magen-Meridians
Der Magen-Meridian beginnt unterhalb des Auges, verläuft über Gesicht, Hals und Brust, erstreckt sich entlang des Bauches und der Vorderseite des Beines und endet an der zweiten Zehe. Er ist mit 45 Punkten einer der längsten Meridiane. Die TCM assoziiert ihn mit Gesichts-, Bauch- und Beinhereichen.
Traditionelle Einordnung in der TCM
- Verarbeitung und Weiterleitung der Nahrungsaufnahme (aus TCM-Sicht)
- Energetische Unterstützung der Verdauungsfunktion
- Verbindung zu Muskulatur und Gewebe
- Einfluss auf Appetit und Nahrungsaufnahme
- Beziehung zu emotionalem Gleichgewicht und Sorgenthemen
Akupunktur- und Akupressurpunkte
Gesichtsbereich:
- Magen 1 (Ma 1, Chengqi) – unterhalb des Auges
- Magen 4 (Ma 4, Dicang) – im Mundwinkelbereich
Bauch- und Rumpfbereich:
- Magen 25 (Ma 25, Tianshu) – neben dem Nabel
Beinbereich:
- Magen 32 (Ma 32, Futu) – Vorderseite des Oberschenkels
- Magen 36 (Ma 36, Zusanli) – unterhalb des Knies (bedeutender Allgemeinpunkt)
- Magen 40 (Ma 40, Fenglong) – Unterschenkelbereich
- Magen 45 (Ma 45, Lidui) – an der zweiten Zehe
Je nach Kasse ist eine Erstattung von bis zu 100 % möglich. Präventionskurse entdecken →
Hinweis zur Einordnung
Die Informationen basieren auf der TCM-Lehre und dienen der allgemeinen Orientierung. Sie ersetzen keine medizinische oder therapeutische Beratung.
Wirkung und Anwendung des Magen-Meridians in TCM und Qigong: Magen-Meridian – Wirkung, Anwendung und Funktion
Alle 14 Meridiane im Überblick: Meridiane & Akupunkturpunkte der TCM – Verlauf und Übersicht der 14 Leitbahnen