Der Lungen-Meridian gehört zu den zwölf Hauptleitbahnen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Er wird dem Metall-Element zugeordnet und bildet ein energetisches Paar mit dem Dickdarm-Meridian. In der TCM stehen die Lungen als „Herrscher über das Qi“ – der Meridian wird mit Atmung, Schutzenergie (Wei-Qi) und emotionalem Loslassen in Verbindung gebracht.
Verlauf des Lungen-Meridians
Der Lungen-Meridian beginnt im Brustraum, tritt an der vorderen Schulterregion aus und verläuft entlang der Innenseite des Arms bis zur Daumenspitze. Aufgrund dieses Verlaufs assoziiert die TCM ihn mit Brust-, Schulter- und Armbereichen.
Traditionelle Einordnung in der TCM
Nach TCM-Verständnis wird der Lungen-Meridian in Verbindung gebracht mit:
- Regulation der Atmung (aus TCM-Sicht)
- Verteilung des Qi im gesamten Körper
- Energetischer Abwehr äußerer Einflüsse (Wei-Qi)
- Beziehung zu Haut und Poren
- Emotionalem Prozess des Loslassens
Akupunktur- und Akupressurpunkte
Brust- und Schulterbereich:
- Lunge 1 (Lu 1, Zhongfu) – im Brustbereich
- Lunge 2 (Lu 2, Yunmen) – unterhalb des Schlüsselbeins
Arm- und Handbereich:
- Lunge 3 (Lu 3, Tianfu) – an der Innenseite des Oberarms
- Lunge 5 (Lu 5, Chize) – in der Ellenbeuge
- Lunge 7 (Lu 7, Lieque) – am Unterarm nahe des Handgelenks
- Lunge 9 (Lu 9, Taiyuan) – an der Handgelenksfalte
- Lunge 10 (Lu 10, Yuji) – am Daumenballen
- Lunge 11 (Lu 11, Shaoshang) – am Daumen
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Hinweis zur Einordnung
Die beschriebenen Inhalte basieren auf der Lehre der TCM und dienen der allgemeinen Orientierung. Sie ersetzen keine medizinische oder therapeutische Beratung.
Wirkung und Anwendung des Lungen-Meridians in TCM und Qigong: Lungen-Meridian – Wirkung, Anwendung und Funktion
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